Bildung und Erziehung: Anlauf- und Informationsstellen (hb)

Inhaltsverzeichnis: Frühförderung / Kindergarten / Schule / Berufsausbildung / Studium / Kommentare

Frühförderung

Im Rahmen der Frühförderung werden Kinder mit einer Behinderung oder einer Entwicklungsverzögerung optimal und individuell in ihrer persönlichen Entwicklung unterstützt. Die Frühförderung kann von Geburt an bis zum Eintritt in die Schule in Anspruch genommen werden und ist kostenfrei. Folgende Beratungsstellen gibt es im Landkreis Esslingen:

Kindergarten

In Baden-Württemberg stehen Kindern mit Behinderung im Bereich der frühkindlichen Betreuung zwei Wege offen. Sie können entweder einen Regelkindergarten oder einen Schulkindergarten besuchen.

Regelkindergarten

Gemäß der UN-Behindertenrechtskonvention, die in Deutschland seit dem 26. März 2009 verbindlich ist, hat jedes Kind grundsätzlich Anspruch auf Inklusion in einem Regelkindergarten. Allerdings sollte man hierbei auch immer das Kindeswohl im Auge behalten und genau prüfen in wie weit der Wunschkindergarten eine adäquate Betreuung sicherstellen kann.

Für eine angepasste Betreuung in einem Regelkindergarten können zusätzliche finanzielle Mittel, die sog. Eingliederungshilfe, beim Landratsamt Esslingen beantragt werden:

Schulkindergarten

Falls für ein Kind ein sonderpädagogischer Förderbedarf festgestellt wurde, kann es bereits ab dem Alter von 2 Jahren statt eines Regelkindergartens einen sog. Schulkindergarten besuchen. Die Kinder erhalten hier eine intensive und ihren Fähigkeiten angepasste Betreuung und Förderung.

Schule

In Baden-Württemberg haben Kinder mit einer Behinderung (bzw. deren Eltern) bei der Schulwahl die Möglichkeit sich zwischen einer “normalen” Schule (Regelschule) und einer speziellen Förderschule zu entscheiden. Bei der Wahl der Schulart sind neben psychosozialen Aspekten (Gefahr von Mobbing und Ausgrenzung, Akzeptanz der eigenen Behinderung im Vergleich zu Mitschüler*innen gerade auch während der Pubertät) auch äußere Faktoren wichtig.

Gerade für Schüler*innen mit einer Hörbehinderung ist es essentiell, dass die Kommunikation mit den Lehrkräften und den Mitschüler*innen reibungslos funktioniert. Wenn bereits das Verstehen des Unterrichtsinhalts nur mit höchster Konzentration möglich ist, bleibt der Inhalt häufig auf der Strecke. Daher ist es bei der Wahl der Schulart ganz entscheidend, dass die individuellen Fähigkeiten und Einschränkungen des Schülers bzw. der Schülerin berücksichtigt werden, um so ein möglichst positives “Schulerleben” zu ermöglichen.

Regelschule

Damit inklusiver Unterricht gelingen kann, muss er von allen Beteiligten auch wirklich gewollt werden. Dies bedeutet vor allem auch von Seiten der Lehrerschaft und der Mitschüler*innen ein offenes Miteinander:



Nützliches – Regelschule:

Förderschule

Für gehörlose oder hochgradig schwerhörige Kinder ist wohl die Förderschule die bessere Wahl. Hier finden sie neben optimalen äußeren Bedingungen (gebärdensprechende Lehrkräfte, kleine Klassen, umfangreiche Ausstattung an Hörhilfsmittel, gute Raumakustik) und ein offenes Miteinander unter ebenfalls Hörbeeinträchtigten. Zudem werden hier natürlich auch spezifische Inhalte wie die Gebärdensprache vermittelt.

Ein Nachteil der Förderschulen ist aber, dass hörbeeinträchtigte Schüler*innen von Förderschulen häufig weniger soziale Kontakt zu hörenden Gleichaltrigen pflegen. Ein weiteres, häufiges Problem beim Besuch einer Förderschule ist die Entfernung zum elterlichen Wohnort. So haben viele Schüler*innen einen doch relativ langen Anfahrtsweg oder müssen u.U. den Umzug in ein Internat in Kauf nehmen.

Quelle: www.augustinum-schulen.de/…/schulen-mit-foerderschwerpunkt-hoeren (exL)

Berufsausbildung

Studium

Das Deutsche Studentenwerk (exL) informiert auf seiner Internetseite über so gut wie alles, was Du für ein Studium mit Behinderung wissen musst. Eine Zusammenfassung dieser Informationen findest Du im kostenlosen Handbuch “Studium und Behinderung” (exL) (pdf- oder Print-Version). Zudem hast Du dort auch die Möglichkeit nach dem lokalen Ansprechpartner Deiner Wunschhochschule (exL) zu suchen.

Das Studierendenwerk Stuttgart (exL) berät Dich zu den Hochschulen in und um Stuttgart – u.a. zur FH Esslingen (exL). So findest Du hier auch Informationen zur Finanzierung, zu barrierearmen Wohnmöglichkeiten und die Kontaktdaten der lokalen Behindertenbeauftragten.

Nützliches – Studium:

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